Kein ständiger "Höhnflug", doch trotzdem voller Leistung!
Biologie -Leistungskurs bei Herrn Höhn


Sinn und Zweck des Unterrichts soll ja nicht sein, biologische Fakten anzuhäufen und auswendig zu können, sondern man soll selbstständiges Denken lernen, u.a. als Vorbereitung für das Berufsleben.

Um das zu "trainieren", haben wir den Biologie Leistungskurs gewählt, denn der Kurs deckt die verschiedendsten Felder ab, von jeder Sache ein bisschen und nicht nur auf ein Gebiet beschränkt. Genau das richtige für 24 Lernbegeisterte. Und so begaben sich diese Schüler unter die Obhut des allseits geschätzten Ekkehard Höhn.

Für die letzten 2 Jahre unserer gymnasialen Schullaufbahn durften wir bei ihm unser "Gehörn" betätigen. Für die, die es nicht wissen, mit Gehörn sind nicht etwa die Hörner der Rinder gemeint. Nein, es steht für das "Gehirn", jedoch in der individuellen Aussprache unseres Lehrers. Neben dieser phonetischen Eigentümlichkeit sind uns mit der Zeit noch andere Besonderheiten aufgefallen:
Größe (ca. 1,75) => nach eigenen Angaben die "perfekte Größe"
Der gesamte Bau ist eigentlich eine Maßanfertigung, denn diese Größe wirkt sich auch auf die Belastung der Gelenke aus. Aus diesem Grund ist das Verletzungsrisiko bei Ekkehard Höhn viel geringer.

Den Beweis hat er uns, neben einer kleinen Bescheidenheit, gleich mitgeliefert. "Wir spielen ja samstags immer Fußball. Ich bin da der Beste! Und nebenbei, Verletzungen habe ich fast nie, weil ich nicht so groß bin!"

Gewicht:Wir möchten keinem der Kollegen auf die Füße treten, also verschweige ich das Gewicht. Aber klar ist, dass es sich um das Idealgewicht handelt (passend zur Größe). Also auch in diesem Bereich ein Optimum.
Autofahrer (?!):Zunächst einmal sind Autofahrer ein rotes Tuch für ihn. Entschuldigungen wegen einer praktischen Fahrprüfung werden strikt abgelehnt. Schüler, die den besagten "rosa Schein" bereits besitzen, sind beliebte Objekte für gelegentliche "nette" Bemerkungen und "haben den Führerschein nur gemacht, um sich erst dann richtig erwachsen zu fühlen".

Wie erwachsen er sich fühlen muss, ist klar, denn der hartgesottene Bus- und Bahnfahrer ist stolzer Besitzer eines Cabrios (Na sowas?!). Aber wahrscheinlich fährt er Cabrio, weil man da immer an der frischen Luft ist, wie beim Fahrradfahren! So bleibt mir nur, an dieser Stelle noch allzeit gute Fahrt zu wünschen!

Das sorgte für Auflockerung im Biologiekurs, sowohl bei den praktischen als auch bei den theoretischen Versuchen. So wollte er einem Schüler durch eine Hormontherapie schöne Brüste wachsen lassen. Doch Herr Höhn war barmherzig mit dem Schüler. Ganz so schnell sollte er nun doch nicht ausselektiert werden!

Es war aber nicht immer lustig und einfach, denn seien es Versuche oder auch Auswertungen, es kam öfter zu den gern angesprochenen Mängeln aus der Sekundarstufe I. Selbst wenn man großteils keinen Biologieunterricht in der Sek. I hatte, sind diese einfach "untragbar für einen Leistungskurs". Ebenso war es mit den anderen schönen Dingen, wie z. B. Grundkenntnisse in Chemie, teilweise auch Physik und Mathematik. In 13/2 kam dann auch noch Erdkunde hinzu.

Man muß also von allem ein bißchen können. Doch es gab bei jedem gewisse Schwachstellen, die wir aber als Kurs ausgeglichen haben. Durch gegenseitiges Ergänzen und Mosaikarbeit haben wir dann die Lösungen der gestellten Probleme geliefert.

Und das nicht nur in der Schule, wir waren oft außerhalb unseres Fachraumes, sehr oft...

Exkursionen scheinen zu den Lieblingstätigkeiten von Ekkehard Höhn zu gehören. Wir waren unter anderem im Duisburger Zoo, zuvor wurde Bonn ebenfalls ein kleiner Besuch abgestattet. Wir konnten uns aber nicht auf ein Museum beschränken und sind schließlich in drei verschiedenen gewesen, ohne nenneswerte Pausen. "Das muss zu schaffen sein für einen LK". Ähnliches auch während der Kursfahrt in London. Auf dem Programm standen der dortige Zoo und ebenso 2 botanische Gärten (die Fahrt musste ja biologisch begründet sein!). Ferner das "Science Museum" und das "Natural History Museum", das wir gleich dreimal betraten. Die "3" scheint eine magische Zahl zu sein! Man kann uns als Wiederholungstäter bezeichnen, denn auch beim Spitzenreiter, dem Düsseldorfer Aquazoo, waren der Kurs mehr als einmal zu finden. Ganz egal um welches Thema es sich gerade handelt, im Aquazoo findet man immer etwas. Wir waren dort gern gesehene Gäste!

So war der Unterricht sehr abwechslungsreich. Die Mischung von Theorie, Versuchen, unendlichen Ergebnisdarstellungen und ebensovielen Analysen brachte Schwung in die 6 Stunden pro Woche. Doch wenn besagte Exkursionen an der Reihe waren, sind nicht immer alle froh gewesen. Gelegentlich wurden einige Kollegen äußerst kurzfristig von den Fahrten informiert und einfach überrumpelt (Sie mögen uns verzeihen Frau Löwisch-Tobergte!).

Manchmal ging es sogar noch etwas weiter als das kurzfristige Bestimmen von Terminen. So kam es dazu, dass Herr Höhn geradezu Unmögliches von Herrn Grumpe verlangte. Wegen Verspätung einiger Schüler schloss er die Türen, sowohl vom Klassenraum als auch vom Verbindungsraum, mit dem Rat, doch bei Herrn Grumpe zu klopfen.

Wenig später klopfte es dann an der Verbindungstür! Sollten sie es geschafft haben an Herrn Grumpe vorbeizukommen? Wohl nicht, denn wer da plötzlich gegen die Tür hämmerte war niemand anderes als Herr Grumpe. Das wusste allerdings Herr Höhn nicht und, so gab er dem unbekannten Klopfer den Rat, doch einfach durch den Abzug zu kriechen. Das war dann einfach zu viel, und so entschwand Kollege Grumpe.

Mit hoffentlich eleganterem Abgang werden auch wir entschwinden, nach 2 Jahren LK-Zeit. Bleibt uns noch zu danken, denn alles in allem war es eine schöne und vor allem lehrreiche Zeit. Es hat uns viel gebracht, und zumindest haben Sie uns gelehrt, adäquat Ergebnisse darzustellen und zu formulieren.

So haben Sie zumindest eines ihrer Ziele erreicht und damit auch uns unserem Ziel, das Abitur zu erreichen, einen Schritt näher gebracht. (ds)


Die Arche Nhöh-a

Nach wohl recht ruhigen Zeiten im Sek I-Land mußte die Sintflut in Form von Kursen, Klausuren und Punkten kommen. Naturgewalten in mathematischer oder sprachlicher Form drohten, dem Einen oder Anderen das Leben schwer zu machen, und so waren die 24 zur Verfügung stehenden Plätze auf der Bio-Arche schnell belegt. Hier wähnten sich die unterschiedlichen Tiere sicher, durch die gefährlichen stürmischen zwei Jahre zu gelangen. Nicht umsonst war die Arche gut eingerichtet, multimedial ausgestattet, recht gemütlich und ungestört von anderen Überlebensgruppen vor Anker gelegen, denn hier sollte ja jedes Tier nach seiner Art lernen, die Probleme des späteren Lebens selbständig zu bewältigen, um glücklich und möglichst gefahrlos lange zu überleben. Doch fast alle Bewohner richteten sich gleich bequem ein, ein Verhalten wie es nur im Paradies sinnvoll sein kann - und diese Zeiten waren vorbei! Es dauerte bei einigen recht lange und bedurfte einiger Mühe des verantwortlichen Schiffsführers, sie davon zu überzeugen bzw. sie durch Nahrungsentzug dazu zu zwingen, ihren Beitrag zum Fortkommen der Arche beizutragen. Alle mußten verstehen, dass die von Nhöh-a behütete Fahrt nicht ewig dauern konnte und dass nach zwei Jahren jeder in die eigenverantwortliche Selbständigkeit über die Planke das Schiff verlassen musste; bis dahin waren Überlebensstrategien der verschiedensten Art zu beherrschen, zu lernen durch Imitation wie auch durch eigenes Ausprobieren. Wenn auch durch Seile gesichert, so wurde der eine oder die andere in die Fluten geworfen, um die Problematik hautnah zu erleben. Probleme tauchten während der Fahrt genügend auf, und es zeigte sich immer deutlicher, dass sich der Kapitän auf eine zwar kleine aber leistungswillige und -fähige Crew stützen konnte, die auch schwierigste Situationen meisterte. Dieses Quartett aus Eule, Fuchs, Braunbär und Marder war stets sehr gut vorbereitet und legte immer perfekte Ergebnisse vor, wobei der Braunbär auch in der Kombüse seinen Fleiß unter Beweis stellte. In vielen Situationen konnten auch die schwarze Pantherin, das Chamäleon, das Eichhörnchen und der Schimpanse schnell und unaufgefordert ihre guten Kenntnisse und Ideen der Gruppe zeigen, das Eichhörnchen fand aber nicht immer seine Gedanken wieder, und der Schimpanse war der Meister des Vertauschens dieser. Die Biene hatte wirklich immer ihre Arbeiten korrekt selbst erledigt, während die Spitzmaus öfters ihre Größe ins Spiel brachte und meinte, sie hätte diese nicht tragen können. Das sich nur auf dem Deck sonnende Faultier ist dann leider während der Fahrt in die Fluten gefallen, dem Koala war es auch zu laut und zu schnell, so dass er auf die Bertha-Arche wechselte. Ihm und so manchem gefielen nicht der Galeerenraum ganz unten im Schiff, in dem die Mannschaft bei Windstille zweimal pro Semester Schwerstarbeit zu verrichten hatte. Tatsächlich kam es vor, dass der Kuckuck seiner Art entsprechend sich die Arbeit leichter machen wollte, doch Nhöh-a ließ alle zu gleichen Bedingungen rudern. Hier zeigten die Fledermaus, die Katze und die Robbe ganz außergewöhnlich gute Leistungen, die sich so in den Besprechungen weniger deutlich offenbarten. Unterwegs konnte man eine Menge an verschiedenen Orten lernen, sich an Andersartigem reiben und ganz andere Fähigkeiten trainieren, ob in London, Hengelhoef, Neandertal, Bonn, Duisburg, Düsseldorf oder Köln. Hier war manchmal das Ziel, z. B. der Gemse oder der Löwin zu zeigen, dass es wichtig ist, es nicht tun zu wollen, anstatt es nicht zu können.

Jetzt, am Schluss der Fahrt, blickt Nhöh-a zufrieden zurück, das Grundpaket konnte jeder mitbekommen, doch wo bleibt der Dachs in letzter Zeit, oft fiel er aus Aktivitätsphasen in die Winterruhe? Bei der Haustaube wird im Schlag hart gearbeitet, sie sollte sich aber am besten mit der Schwarzgans austauschen, denn der einen fehlt dieses und der anderen jenes. So sollte es auch die Aeskulapnatter sehen, die ihren ruhigen guten Fähigkeiten auch das laute Äußern hinzufügen sollte.

Nach dieser Fahrt seid ihr nun mündig, sucht und findet Euren Platz! Ihr seid des freien Ganges fähig und braucht keine Leitseile mehr, Ihr habt meine Meinung und die anderer kennengelernt, verdaut sie gut denn es ist ein Zeichen der Unverdaulichkeit, wenn man die Speisen wieder aus dem Magen gibt, wie man sie verschlungen hat. Der Körper hat dann sein Werk nicht geschafft und hat das, was man ihm zum Verdauen gab, weder nach Materie und Form verändert. Nur so könnt ihr etwas zu Eurer Persönlichkeit Passendes finden. Denkt dabei an die positive oder negative Korrelation Eures genetischen Erbes und der kulturellen Sozialisation!

Es hat mir mit Euch viel Spaß gemacht, und ich freue mich auf spätere Berichte!

Haltet durch!


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